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Dr.Nice

Stefan Raiser: „Wir sind das erfolgreichste fiktionale Format“

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Die Medical-Reihe „Dr. Nice“ hat das „Herzkino“ des ZDF aufgepeppt und mit dem Finale der 2. Staffel inhaltlich und zahlentechnisch für Aufsehen gesorgt. Dreamtool-Produzent Stefan Raiser zieht im Gespräch mit BF Bilanz, deutet an, wie es weitergeht und verrät seine neue Büro-Besetzung.

Stefan Raiser: „Die Reaktionen waren intensiv“
Stefan Raiser Puria Safary/Dreamtool

Die Medical-Reihe „Dr. Nice“ hat das „Herzkino“ des ZDF aufgepeppt und mit dem Finale der 2. Staffel inhaltlich und zahlentechnisch für Aufsehen gesorgt. Dreamtool-Produzent Stefan Raiser zieht im Gespräch mit Blickpunkt:Film Bilanz, deutet an, wie es weitergeht und verrät seine neue Büro-Besetzung.

Sie beenden die letzte Folge Ihrer zweiten Staffel „Dr. Nice“ mit dem Exitus von Doktor Neiss. Haben Sie damit das „Herzkino“-Publikum auf die Barrikaden gebracht?

STEFAN RAISER: Absolut, das Finale hat für viel Aufregung gesorgt. Wir wollten die Zuschauer berühren, überraschen und mit ihrem gelernten Sonntag brechen. Das ist uns gelungen. Die Reaktionen waren intensiv und emotional. Die Menschen haben mitgefiebert und Nices vermeintlicher Tod hat viele schockiert. Aber das sollte gutes Fernsehen leisten – aufwühlen und Gesprächsstoff liefern.

Nun wissen wir, dass Patrick Kalupa für die dritte Staffel bereits wieder vor der Kamera steht. Gibt es eine Auferstehung à la Ofczarek in „Der Pass“ oder eher eine Geister-Variante, wie sie beim Weimarer „Tatort“ im Gespräch war?

STEFAN RAISER: Hokuspokus passt nicht in unsere Erzählwelt. Wir haben alle nicht gesehen, was am Ende der Flatline passiert ist. Es gibt eine medizinisch wasserdichte Wendung. Diese spektakuläre Rettung zeigen wir unseren Zuschauern schon kommenden Sonntag exklusiv nur bei Facebook und Instagram. Ein Novum.

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„Dr. Nice“ schlug sich linear sehr gut. Wie steht es um die Werte in der Mediathek?

STEFAN RAISER: Wir haben uns linear fantastisch geschlagen. Mit Verlaub, die Berichterstattung über Quoten ist generell doch Äpfel mit Birnen, Kraut und Rüben. Diese Clickbait-Schlagzeilen mit x Millionen Zuschauern sind irreführender Nonsens. Februar, März oder April sitzen beispielsweise mehr Menschen vor dem Fernseher als im Mai. Der Kuchen, der verteilt wird, ist unterschiedlich groß. Interessant ist doch linear nur der Marktanteil in Prozent, wieviel vom möglichen Kuchen und dann vor allem die Details dahinter. Wie war der Kurvenverlauf und welche Milieus hat man erreicht. Wir haben das gute Niveau der Marktanteile von Staffel 1 bestätigt und in der Zielgruppe deutlich ausgebaut. Das ist großartig und war so im abklingenden Monat Mai nicht zu erwarten. Die Verlaufskurven sind bei allen vier Filmen stabil ansteigend, was für die Qualität spricht. Sensationell läuft es in der Mediathek. Wir belegen die vorderen vier Plätze in der Fiktion und steuern mit jedem Film auf zwei Millionen Views zu. Wir sind das erfolgreichste fiktionale Format. Absolutes Highlight ist dabei die Entwicklung in der Altersstruktur. Mit den ersten beiden Filmen waren wir letztes Jahr bei den 14-49-Jährigen schon bei einem Anteil von 41% – im aufgelaufenen Jahr 2024 liegen wir bei 63%. Noch genauer hingeschaut: Besonders stark ist der Zuwachs bei den 14-29-Jährigen mit +17%. Wohlgemerkt, wir sprechen von Herzkino. Da sieht man mal das Potential dieser Marke.

Mit Blick auf die Gesamtbilanz, wer war in dieser Saison besser, „Dr. Nice“ oder Ihr geliebter VfB Stuttgart?

STEFAN RAISER: Mein VfB war schon sehr verrückt und spielt nun in der Champions League. Nice hat gerade den Aufstieg geschafft und muss sich im oberen Tabellendrittel behaupten, noch mehr mitreißende 90 Minuten liefern und dann mal schauen was noch geht. Zumindest das Budget des VfB hätten wir auch gerne (lacht).

Was können Sie noch im Hinblick auf Staffel drei verraten?

STEFAN RAISER: Die sechs Filme bieten uns noch mehr Möglichkeiten zu berühren, aber vor allem bleibt Nice echt Nice und der klare Gegenentwurf zur political correctness. Das beherzigen wir auch in der 4. Staffel, für die wir seit dieser Woche im Writers Room sitzen.

In der Schlussszene von Staffel zwei hatten Sie einen kleinen, aber beeindruckenden Auftritt als zugeschalteter Mediziner. Ist das ein neues, zweites Standbein?

STEFAN RAISER: Der Cameo fällt dank dem „Fix You“ Welthit von Coldplay nicht besonders auf. Ich denke bevor wir meinen Dr. Jacobi nochmal sehen, wird es eher ein Spin Off „Unsere Dr. Charlie“ mit Josefine Preuß geben.

Haben Sie schon Signale empfangen, ob Sie mit Ihrer Hotel-Reihe noch eine weitere Chance bekommen?

STEFAN RAISER: Nicht als Mehrteiler, weil schwer zu programmieren, aber wir sitzen am Konzept, schon weil es im Streaming top lief.

Gibt es neben „Dr. Nice 3“ noch etwas Neues von Dreamtool?

STEFAN RAISER: Wir haben jetzt einen Bürohund zu unseren beiden Meerschweinchen und im zweiten Halbjahr drehen wir eine Streamingserie aus der Feder von Hanna Hribar und Jonas Ems, basierend auf Ems Roman „Schattenseite“.

Das Interview führte Frank Heine

Source: https://www.nbcnews.com/
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